Eine Geschichte über die Traurigkeit

Da ich im moment WoW-technisch in einem ziemlichen Tief stecke, und eigentlich auch keine Lust habe online zu gehen habe ich beschlossen kommenden Mittwoch bis Sonntag eine Raid- und WoWpause einzulegen, da nutze ich auch gleich noch die Gelegenheit und werde meinen PC neu aufsetzen, da er schon ziemlich langsam lädt und startet und allgemein alles sehr schleppen geht. Ich schiebe das nun lange genug vor mich hin, weil es mich immer total nervt alles neu zu installieren und einzustellen, aber ab und an muss es einfach sein.

Ich hoffe jedenfalls sehr dass heute mein Postbote endlich meine Bestellungen bringt, kann es kaum noch erwarten!

Eine Geschichte zum Nachdenken..
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Es war einmal eine kleine Frau, die einen staubigen Feldweg entlanglief. Sie war offenbar schon sehr alt, doch ihr Gang war leicht und ihr Lächeln hatte den frischen Glanz eines unbekümmerten Mädchens.
Bei einer zusammengekauerten Gestalt, die am Wegesrand saß, blieb sie stehen und sah hinunter. Das Wesen, das da im Staub des Weges saß, schien fast körperlos. Es erinnerte an eine graue Decke mit menschlichen Konturen.
Die kleine Frau beugte sich zu der Gestalt hinunter und fragte: „Wer bist du?“
Zwei fast leblose Augen blickten müde auf. „Ich? Ich bin die Traurigkeit“, flüsterte die Stimme stockend und so leise, dass sie kaum zu hören war.
„Ach die Traurigkeit!“ rief die kleine Frau erfreut aus, als würde sie eine alte Bekannte begrüßen.
„Du kennst mich?“ fragte die Traurigkeit misstrauisch.
„Natürlich kenne ich dich! Immer wieder einmal hast du mich ein Stück des Weges begleitet.“
„Ja aber..“, argwöhnte die Traurigkeit, „warum flüchtest du dann nicht vor mir? Hast du denn keine Angst?“
„Warum sollte ich vor dir davonlaufen, meine Liebe? Du weißt doch selbst nur zu gut, dass du jeden Flüchtigen einholst. Aber, was ich dich fragen will: Warum siehst du so mutlos aus?“
„Ich.., ich bin traurig“, sagte die graue Gestalt.
Die kleine, alte Frau setzte sich zu ihr. „Traurig bist du also“, sagte sie und nickte verständnisvoll mit dem Kopf. „Erzähl mir doch, was dich so bedrückt.“
Die Traurigkeit seufzte tief.
„Ach, weißt du“, begann sie zögernd und auch verwundert darüber, dass ihr tatsächlich jemand zuhören wollte, „es ist so, dass mich einfach niemand mag. Es ist nun mal meine Bestimmung, unter die Menschen zu gehen und für eine gewisse Zeit bei ihnen zu verweilen. Aber wenn ich zu ihnen komme, schrecken sie zurück. Sie fürchten sich vor mir und meiden mich wie die Pest.“
Die Traurigkeit schluckte schwer.
„Sie haben Sätze erfunden, mit denen sie mich bannen wollen. Sie sagen: ‚Papperlapapp, das Leben ist heiter.‘ und ihr falsches Lachen führt zu Magenkrämpfen und Atemnot. Sie sagen: ‚Gelobt sei, was hart macht.‘ und dann bekommen sie Herzschmerzen. Sie sagen: ‚Man muss sich nur zusammenreißen.‘ und sie spüren das Reißen in den Schultern und im Rücken. Sie sagen: ‚Nur Schwächlinge weinen.‘ und die aufgestauten Tränen sprengen fast ihre Köpfe. Oder aber sie betäuben sich mit Alkohol und Drogen, damit sie mich nicht fühlen müssen.“
„Oh ja“, bestätigte die alte Frau, „solche Menschen sind mir auch schon oft begegnet..“
Die Traurigkeit sank noch ein wenig mehr in sich zusammen. „Und dabei will ich den Menschen doch nur helfen. Wenn ich ganz nah bei ihnen bin, können sie sich selbst begegnen. Ich helfe ihnen, ein Nest zu bauen, um ihre Wunden zu pflegen. Wer traurig ist hat eine besonders dünne Haut. Manches Leid bricht wieder auf wie eine schlecht verheilte Wunde und das tut sehr weh. Aber nur, wer die Trauer zulässt und all die ungeweinten Tränen weint, kann seine Wunden wirklich heilen. Doch die Menschen wollen gar nicht, dass ich ihnen dabei helfe. Stattdessen schminken sie sich ein grelles Lachen über ihre Narben. Oder sie legen sich einen dicken Panzer aus Bitterkeit zu.“
Die Traurigkeit schwieg. Ihr Weinen war erst schwach, dann stärker und schließlich ganz verzweifelt. Die kleine, alte Frau nahm die zusammengesunkene Gestalt tröstend in ihre Arme. Wie weich und sanft sie sich anfühlt, dachte sie und streichelte zärtlich das zitternde Bündel.
„Weine nur, Traurigkeit“, flüsterte sie liebevoll, „ruh dich aus, damit du wieder Kraft sammeln kannst. Du sollst von nun an nicht mehr alleine wandern. Ich werde dich begleiten, damit die Mutlosigkeit nicht noch mehr Macht gewinnt.“
Die Traurigkeit hörte auf zu weinen. Sie richtete sich auf und betrachtete erstaunt ihre neue Gefährtin:
„Aber.., aber – wer bist eigentlich du?“
„Ich?“ sagte die kleine, alte Frau schmunzelnd. „Ich bin die Hoffnung.“
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Veröffentlicht am 16. November 2009, in Blizzard Entertainment, Nachdenkliches, Zockerei. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 5 Kommentare.

  1. Eine sehr schöne und nachdenkliche Geschichte, dass man sich wirklich zu herzen nimmt.Die traurigkeit ist jedem bekannt, mir ist sie sehr gut bekannt, und hoffnung habe ich oft verloren, aber sie doch nie aufgegeben. Aber so wie du geschrieben hast, hats mir ein wenig geholfen. danke :)Und zu dein neuaufsetzen, wenn du wirklich keine lust hast dein Pc neuinstallieren zu müssen^^ es gibt da ein programm das du deine windows version selber anspassen kannst, er installliert alle programme die du da rein tust und den cd key und alles brauchst du auch nicht eingeben dann kannst du gemütlich afk gehen^^ nlite heisst es, und wow und so einfach auf eine 2 partition dann hast du dies auch nicht mehr nötig neu installieren zu müssen, das sparrt tage xD bis das alles wieder drauf ist *g*

  2. du weißt aber dass du mit wow und den neuen patches totale probleme haben kannst wenn du das nur auf eine 2. partition schiebst? ne ich mach das lieber richtig wenn ichs schon mache. trotzdem danke dafür.

  3. Schönes Geschichtchen… und irgendwie so wahr ^^Aber was ich eigentlich fragen wollte… kannst du Spinnen zeichnen, so wie du die Katzen zeichnest? Oder würdest du es für mich versuchen? :D Wenn ja… ne fette Vogelspinne bitte xDGrüße :)

  4. Versuchen könnte ichs mal ^^

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