Advent, Advent, ein Lichtlein brennt..

Zum ersten Adventsonntag, wünsche ich euch alles Liebe, sodass die Vorweihnachtszeit so für euch verläuft wie ihr es euch wünscht. Dass die Liebe und der Zusammenhalt wofür wir dieses Fest feiern an erster Stelle stehen, dass nur die wahren Freunde, die euch würdig sind von euch beachtet und beschenkt werden..
Nicht jeder der sich Freund nennt, ist einer und nicht jeder der dich anlächelt ist ehrlich zu dir.. darum wünsche ich allen gerade in dieser Zeit den Wert der wahren Freunde zu erkennen.
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Außerdem habe ich mir von Ulli, noch so ein süßes Weihnachtskätzchen geschnappt, danke dafür. (Zu sehen auch in der Sidebar ^.^)


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Von mir gibt es also heute eine Adventgeschichte im österr. Dialekt, für alle die nichts damit anfangen können, eine Abwandlung hier.

I woas net, ob de G’schicht ihr kennt,
sie hat sich ab’gspielt im Advent.
I les euch vor, weils mir fallt ei,
d’Leut sog’n, des soll wahr g’wen sein.

Da is a alts Muatterl gwesen,
alloa in ihra Stub’n drinn gsessn,
und hat sich so Gedank’n g’macht
was s‘ Christkind früher ihr hat bracht.
Ja ja, hat’s gsagt, des war’n no Zeit’n
da kunnt ma allerhand bestreit’n
jetzt bin i arm und alt dazua
und hab a kaum zum Essen gnua.

Wia’s so da sitzt und überlegt,
hat sie sich einen Plan ausgheckt.
S’Christkind beschenkt doch alle Leit,
jedes Jahr zur Weihnachtszeit,
wia war’s, wenn i eam schreib’n tät,
daß i a große Bitt no hätt.

Vielleicht macht’s mir no de Freid,
grad heuer in der Weihnachtszeit.
Sie holt sich Bleistift und Papier
aus der Schublad schnell herfür.
Setzt sich an den Tisch sodann
und fangt wia folgt zu schreiben an:

Liebes Christkind, schreibt’s mit’m Stift
auf das Papier als Überschrift.
Du bist allmächtig und sehr stark,
schick mir doch bitte 100 Mark!
Erfüll die Bitte einer Armen,
i wünsch an Mantel mir, an warmen.
Wann i des Geld hätt, war des schee,
kannt i zum Mantel kaufa geh.

I brauch’n wirklich schon sehr bald,
denn drauss’n ist es bitterkalt.
Hochachtungsvoll hat sie zuletzt
vor ihrem Namen druntergesetzt.

Den Briefumschlag hat’s ungeniert
an das Christkind adressiert.

Den Absender auf d’andere Seit,
dös war von großer Wichtigkeit.
Sie tuat den Briaf in Umschlag nei
und is zum Kast’n grennt a glei.
Nachdem des alles war gescheh’n,
sah man sie froh nach Hause gehn.

Der Postler von dem Postamt acht
hat koane schlechten Augen g’macht.
So momentan is baff er g’wen,
wia er den Briaf ans Christkind g’segn.
Des is eam ja no nia passiert,
a Brieaf an’s Christkind adressiert.
Er hat sehr lange nachgedacht
und dann den Umschlag aufgemacht.
Als er den Inhalt überblickt,
den Briaf er an’s Finanzamt schickt.

Der Beamte von dera Stell
Öffnet den Brieaf sehr schnell.
Nachdem dös Schreib’n er durchgeles’n
war der Fall ihm klar gewes’n:

Man muaß ihr helfn, des is g’wiß,
schon deshalb, weil bald Weihnacht‘ is.
Die Kollegen von sei’m Amt,
haben mitg’macht allesamt.
Er braucht da gar net lang zu frag’n
jeder hat was beigetrag’n.
Und wias am Schluß dann festgstellt ham,
war’n 63 Mark beisamm.
Den Betrag nun ganz genau
überwies’n sie der alten Frau.

Die Freud vom Muatterl war sehr groß
darüber Tränen sie vergoß.
Jetzt konnte sie den Mantel kaufn
und braucht nicht mehr ohne lauf’n,
und aus innerer Dankespflicht
hats’s no an Brieaf an’s Christkind g’richt.
Dös hat sie sich net nemma lass’n,
sie schrieb daher folgendermaßn:

Für die hundert Mark dank‘ i‘ dir,
du hast da sehr geholf’n mir.
Doch wenn i’wieder um Geld dich bitt,
so schick mir’s doch über’s Finanzamt nit,
mit dene is des fei a Gfrett,
solche Lump’n trau i net,
von dene 100 Mark, s’is net derlog’n,
hams 37ge abgezogn.

Veröffentlicht am 29. November 2009, in Ich liebe es, Partytime. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Ein Kommentar.

  1. Ein schönes Gedicht das sogar ich versteh :PWünsche dir auch eine schöne vorweihnachtszeit.

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