Stell dir einmal vor..

Gleich mal Voraus, an diesem Blogeintrag bin ich beinahe einen halben Tag gesessen, seid heute Mittag versuche ich irgendwie meine Gedanken nieder zu schreiben und irgendwie fiel mir das nie so schwer wie heute. Immer schon wollte ich dieses Thema aufgreifen, weil ich denke das es mehr Menschen betrifft als man es sich ausmalt und hoffe das einige meine Ansichten teilen können oder mir von ihren Erlebnissen zu erzählen bzw dem was sie miterlebt haben.
Ich weiß nicht, wie ich mich genau so ausdrücken kann dass ich die Botschaft rüberbringen kann die ich gerne vermitteln möchte, sodass es die Menschen richtig erreicht und die Betroffenen vielleicht besser verstehen. Es dauerte eine lange Zeit darüber zu schreiben, darum wäre ich froh wenn die Vorurteile fernbleiben. :)
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Entschlossen und inspiriert von meiner liebsten Freundin Lisza habe ich mich zu diesem Schritt, mit einem schweren Herzen, entschieden.
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Wenn ihr selbst einen Blog besitzt, habt ihr euch schon mal gefragt warum ihr das macht?
Ich hab mich schon mit einigen Blogbesitzern und -besitzerinnen unterhalten und die Gründe gehen über ein sehr weites Spektrum. Um meine Gründe zu nennen, ich bin froh wenn ich mir mal was von der Seele schreiben kann, wenn Menschen da sind, die Meinungen dazu haben, denen es ähnlich geht oder die anders (besser?) damit umgehen. Nicht nur um Gleichgesinnte sondern auch um Gegenpole kennen zu lernen und mich austauschen zu können so gut es geht.
Heute allerdings, möchte ich es mit einer kleinen Geschichte versuchen, und es wäre schön wenn ihr die Zeit findet, euch kurz darin selbst zu sehen und eure Gefühle einfließen lasst.
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Stell dir vor du bist eine junge Frau im besten Alter (spielt dabei keine Rolle welches genau, ganz nach der eigenen Empfindung), du stehst nach vielen Rückschlägen wieder fest im Leben, hast genug erlebt um ein ganzes Buch zu füllen, warst auf deine Weise erfolgreich und hast noch viele Pläne für die Zukunft.
Du hast gute Freunde, die dir im Laufe der Zeit wichtiger geworden sind als du je geglaubt hättest.
Trotz allen Versuchen, dich wieder zurück zu ziehen hast du eine zu starke Bindung entwickelt um die Freundschaften beruhen zu lassen und obwohl diese Menschen meist weit weg wohnen, kannst du deine Gefühle nicht verändern.
Trotz der Entfernung hast du dich schon oft mit diesen Menschen getroffen, meist bist du die einzige Frau gewesen, du hast dich immer schon mit Männern besser verstanden als mit deinesgleichen, außerdem waren deine Hobbies immer schon mehr die der Kerle (vielleicht sogar dein Beruf?), das hat dir aber nie etwas ausgemacht.
Irgendwann sind einige dieser Männer zu deinen besten Freunden geworden, ohne dass du es bemerkt hast und ganz unverhofft. Du konntest mit ihnen viele Geheimnisse und Gefühle teilen, sie waren für dich da und haben dir zugehört, genauso wie du für diese da warst und ihnen zugehört hast.
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Die  menschliche Beziehung zu Frau und Mann muss ich ja bestimmt nicht erläutern, irgendwann werden sich auf irgendeiner Seite immer Gefühle entwickeln, Männer sind selten ‚einfach nur so‘ mit einer Frau befreundet, ich denke das können sich die meisten eingestehen. (Ausnahmen bestätigen die Regel.)
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Nach einiger Zeit wird dir klar, dass du häufig der Grund bist warum in deinem Freundeskreis gestritten wird, auch wenn es auf den ersten Blick um andere Themen geht, spürst du oft andere Gefühle (Eifersucht, Neid, ..). Du versuchst trotz allem die Freundschaften zu pflegen und zusammen zu halten (vor allem untereinander). Immer mehr wird dir aber klar, das sich trotz all deinen Bemühungen die Streitereien immer weiter zuspitzen und hochschaukeln, immer noch versuchst du aber dein Bestes, erstens so zu tun als würde dir das ganze gar nicht auffallen und es sich wirklich nur um banale Streitereien handeln und zweitens die Menschen durch etwaige Erlebnisse zusammen zu schweißen.
Irgendwann steht dann ein weiteres Treffen an, natürlich freust du dich riesig, in all dieser Freude schiebst du die schlechten Gedanken und Streitereien in weite Ferne.
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Trotz deines guten Gefühls endet das Treffen natürlich in einem Desaster, du fühlst dich in der Gegenwart deiner liebsten Freunde plötzlich unwohl, vor allem in der Rolle als Frau und plötzlich ist der Unterschied nicht mehr so egal wie zuvor. Es fühlt sich an als würdest du in Mitten eines Kampfes um eine Trophäe sein, um dich, und obwohl es schön klingt, fühlt es sich erniedrigend und abwertend an.
Unterhältst du dich mit einer Person zu viel, schmollen andere den ganzen Tag und lassen dich spüren was du eigentlich bist. (Eine Schlampe?) Damit genau das nicht mehr passiert versuchst du kaum noch jemanden anzusehen oder gar in ein Zweiergespräch zu kommen, was in dir natürlich ein unangenehmes beklemmendes Gefühl auslöst, weswegen du am liebsten deine Sachen packen würdest um abzureisen. Trotzdem, immer noch positiv denkend, versuchst du mit diversen Aktivitäten die Leute abzulenken und Spaß zu haben, was mehr schlecht als recht gelingt.
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Während die einen immer anzüglicher werden wirst du von den anderen fast gänzlich ignoriert, am liebsten würdest du mal laut losschreien, wie du dich fühlst und wie es dir geht, da du aber weißt was sich gehört bist du ruhig und versuchst die Stimmung zu bewahren.
In Gedanken hinterfragst du langsam die Freundschaft die du mit diesen Menschen aufgebaut hast. In jeder zwischenmenschlichen Beziehung sollte Respekt an erster Stellen stehen wirst du in diesem Moment denken und fragst dich warum du dich von den einen befummeln lassen musst und von den anderen nicht mehr beachtet wirst (aus den unterschiedlichsten Gründen: Angst, ..) Ebenso wirst du langsam hinterfragen ob deine Entscheidungen in den letzten Jahren, für oder wegen dieser Menschen, richtig war und ob du noch das richtige tust.
Langsam fühlst du dich nicht mehr wie ein Mensch, sondern wie ein Objekt das respektlos in eine Ecke gedrängt wird ohne einen weiteren Ausweg zu wissen, es fühlt sich an als bliebe dir kaum noch Luft zum Atmen, was auch immer du tun willst oder wirst, wird auf irgendeine Weise nicht das Richtige sein.
Durch das Verhalten dieser Menschen, in die du dein ganzes Vertrauen gesetzt hast, fühlst du dich als wäre aus dir die größte Schlampe der Welt geworden, obwohl du bisher gedacht hast du hättest dich in deren Gegenwart immer richtig verhalten.
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Irgendwann hast du dich trotzdem für eine frühzeitige Abreise entschieden und bist froh bald wieder bei den Liebsten zu Hause zu sein. Trotzdem lässt dich auch in der Heimat dieses Thema nicht mehr los, zu deinen Freunden hältst du wenig Kontakt und fragst dich ob es der richtige Weg ist, oder ob eine gänzliche Aussprache sinnvoller wäre um das zu klären. Andererseits schießen dir die Gedanken der Vergangenheit durch den Kopf, egal wie oft du um Freundschaft gebeten hast, ist es doch immer wieder zu Streit und Ärger gekommen und du fragst dich ob unterschiedlich geschlechtliche Freundschaft wirklich nicht möglich ist, weil du dein ganzes Herz in diese Menschen investierst hast fühlst du dich jetzt Fehl am Platz und verkriechst dich bei den wenigen Lieben die dir noch geblieben sind, am liebsten aber ganz alleine, wo du für dich deine Gedanken ordnen kannst.
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Das einzige was du dich noch fragst ist: Warum?
Egal wie groß die Liebe auch ist, gibt es einem das Recht etwas einzufordern, was der andere nicht möchte? Und kann das dann wirklich Liebe sein?
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Liebe steht für Respekt und dafür dass man das Beste für den geliebten Menschen möchte, das man selbstlos ist, an die Liebe denkt und nicht daran was man selbst will. Liebe ist nicht nur der Respekt gegenüber der Frau/dem Mann sondern auch der Person die hinter Arsch und Titten/Penis steht.
Dabei spreche ich nicht von einer Beziehung oder Ehe (wozu Sex, .. natürlich gehört), sondern einer einseitigen Liebe.
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Muss man bei der Liebe immer in der Hoffnung auf mehr sein, oder gibt es etwas zwischendrin?
In meinem Leben gibt es eine Person, die ich seit Kinderbeinen an liebe (insofern man das auch als Kind so nennen soll) und immer noch ein wohliges Gefühl in seiner Gegenwart habe, würde ich mir eher die Hände und meine Zunge abschneiden als zu aufdringlich zu werden oder den Respekt zu verlieren. Lieber würde ich zusehen wie mein Herz zerbricht, als ihn unglücklich zu erleben oder in einer Beziehung die ihn nicht ausfüllt. Lieber wäre ich mein Leben lang alleine, als ihn einsam zu wissen, lieber weine ich jeden Tag seinetwegen, als ihn nur einen Tag traurig zu sehen.
Irgendwann lässt man seine Träume frei und lebt vielleicht in einem besseren Jetzt als je erträumt.
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Am Ende kann ich dich nur fragen,
was hast du danach getan? Oder was hättest du getan?
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(Von einer wahren (?) Begebenheit..)

Veröffentlicht am 21. April 2011, in Nachdenkliches. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Ein Kommentar.

  1. Nicht zu glauben das es diese Männer wirklich gibt und die teilweise noch schlimmere Dinge mit Frauen machen. Ich schäme mich ein Mann zu sein wenn ich von sowas lese. Solche Typen fördern nur das wir alle über einen Kamm gekehrt werden. Also ich will hoffen dir ist das nicht passiert und wünsche allen Mädels sie haben die Stärke auf solche Kerle nicht reinzufallen. :-(Fédon

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