Köstlich?

Oft habe ich mir in den letzten Tagen die selbe Frage gestellt: Ist die Kost die ich schreibe zu hart? In den letzten Jahren konnte ich vereinzelt mit besonderen Menschen (wovon u.a. auch viele diesen Blog lesen) über die ein oder anderen selbst erlebten oder miterlebten Dinge sprechen/schreiben und habe auch viele neue Krankheiten, Probleme, Geschichten kennen gelernt und habe vieles nicht mehr aus den Gedanken gestrichen, wollte in Folge dessen immer wieder darüber schreiben. Aus Respekt und Angst habe ich dann doch oft die Finger davon gelassen, andererseits habe ich es immer als wichtig empfunden über all diese Themen zu schreiben / sprechen und sie in die Welt zu tragen, immerhin muss jedem klar sein das ihm jederzeit etwas dergleichen widerfahren kann. Mittlerweile habe ich oft darüber geschrieben was Freunden geschehen ist oder was ich gesehen habe, auch wenn ich versuche meine Texte neutral zu schreiben, versuche ich trotzdem soviel ich kann meine eigenen Gefühle und Empfindungen dabei einfließen zu lassen. In dem Zuge versuche ich auch einfach nur auf Probleme die einem passieren können aufmerksam zu machen oder mir auch (zugegeben) mal was von der Seele zu schreiben. Dabei will ich keineswegs ein ‚Schau mal die an, was der alles passiert ist.‘ und versuche auch etwaige Fragen nach bestimmten Personen nicht oder nur vertraulich zu beantworten und hoffe dabei natürlich auch auf Verständnis.
Mittlerweile habe ich fast einen ganzen Notizblock vollgeschrieben, darin sind all die Dinge die mir erzählt wurden, die mir durch den Kopf gegangen sind, die mich beschäftigt haben, die andere Menschen interessieren könnten und die eben einen ernsteren Hintergrund haben. Dennoch fragt man sich oft: Wollen die Leute denn sowas überhaupt wissen? Natürlich will ich jetzt nicht darauf hinaus, dass ich mich lieber um viele Leser reiße oder ich andere Bloginhalte weniger wertschätze, das wäre auch ziemlich lächerlich. Ich bin Leserin sehr vieler Blogs und lese sie mit sehr viel Freude, egal worum es in den Blogs spezifisch geht. Trotz allem lagen mir viele Inhalte weniger, oder konnte einfach wenig darüber schreiben, ich denke ihr versteht meine Lage.
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Warum mir diese Frage so oft durch den Kopf geschwirrt ist lässt sich schnell erzählen: Ich habe vor zwei Tagen einen alten Freund seit Jahren wieder getroffen und war darüber sehr glücklich. Er ist schon seit einigen Jahren als Koch tätig und ich traf ihn an seiner Arbeitsstelle ohne zu ahnen dass er nun dort arbeitet. Wir haben kurz ein paar wichtige (und weniger wichtige) Stories ausgetauscht und viel gelacht, dann haben wir noch unsere Nummern getauscht und er musste dann wieder an die Arbeit, die Gäste hatten immerhin Hunger.
Natürlich habe ich dann meine restliche Zeit des Tages damit verbracht, mir Gedanken über die gemeinsame Zeit zu machen, die ich mit diesem Menschen verbracht habe, und wie alles leider durch seinen Umzug vor vielen Jahren zu Ende ging. Er war mir ein guter Freund und wir haben vieles geteilt, er hat in meiner Kindheit eine wichtige Rolle gespielt und viele Dinge miterlebt bzw ich habe ihm sehr viel erzählen können.
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Das hat mich auf den Gedanken gebracht.
Wie sehr es Menschen wirklich interessiert wie es einem geht, weiß man meistens nicht oder wird man auch meistens nie erfahren, ob die Absichten ehrlich sind oder nicht, merkt man leider ebenfalls meistens wenn schon alles in die Brüche geht.
Als ich damals angefangen habe mich mit dem Problem auseinander zu setzen, und mich zu fragen zu wem ich wirklich gehen würde, und wem ich alles erzählen wollen würde, habe ich mich in erster Linie immer gefragt. Können es die Menschen verkraften? Wollen sie es wissen? Interessiert es sie wirklich? Oder leben sie lieber weiter in der Seifenblase, in der wir immer und zu jeder Zeit glückliche Menschen waren / sind.
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Andererseits war mein Lebensmotto immer schon jenes, dass alles was wir erleben und uns widerfährt uns zu dem macht was wir sind.
Ich erinnere mich an den ersten Besuch bei meiner Therapeutin, als ich stichwortartig mein Leben aufgelistet hatte fragte sie mich: Und Sie sind 19? 
Die Frage habe ich schon oft gehört, mittlerweile habe ich nur ein paar Jährchen mehr auf dem Buckel. Egal was auch immer mir diese Frage sagen soll, es ist was es ist: Mein Leben.
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Es hat mir immer schon geholfen über diese Dinge zu schreiben oder von diesen zu lesen und mich darüber auszutauschen (zumindest mittlerweile habe ich keine Probleme über irgendwelche Dinge zu sprechen, anfangs sah das anders aus). Einen Blogeintrag zu schreiben, oder einfach nur meine Gedanken in einem Notizblock nieder zu schreiben, Musik zu hören, oder zu singen bzw auch zu zeichnen hat mir über tausend große und kleine Probleme hinweggeholfen und genau das wollte ich auch immer weitergeben (incl dem hoffentlich interessanten Inhalt.). Das beinhaltet nicht nur meine Erlebnisse, sondern wie schon erwähnt eben alle die mich berührt und beschäftigt haben und das sind wie ebenfalls erwähnt schon einige.
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Bevor das heute aber wieder ein Endlosbeitrag wird (irgendwie krieg ichs kurz nicht hin >.< *seufz*) aber mal zu ein paar Erlebnissen die letzten Tage. Immerhin ist Ostern und das geht auch an der kleinen Lexi nicht ganz ohne Spuren vorbei, auch wenn ich zu diesem Fest am aller meisten versuche alle Familienfeste zu umgehen.
Nicht dass ich Feste wie diese im allgemeinen hasse, aber ich hasse diese aufgezwungenen Familientreffen wo jedem nur der Honig ums Maul geschmiert wird und man sich kaum normal unterhalten kann ohne ‚Oooooh du Arme‘. ‚Oooooh meld dich mal öfter‘ oder ‚Ooooh wir haben uns ja ewig nicht mehr gesehen, bist du aber groß geworden‘. (Ne echt, wer hätte auch gedacht dass ich wachse, sowas unnatürliches aber auch. *seufz*)
Religiöse Feiertage (wobei das Fest ja nicht nur aus religiöser Hinsichtig gefeiert wird) sind für mich zwar ein besonderer Anlass, aber dazu gehört nicht unbedingt nur Essen, Saufen und Geschenke. (Obwohl das ein toller Nebeneffekt ist wenn man sich die Gesellschaft aussuchen kann, nicht wahr? *hihi*)
Am Freitag hieß es dann Grillen bei meinem Paps, was mir immer am besten gefällt weil er nur 2 Minuten Fußweg von mir entfernt wohnt und Leo sich in seinem Garten immer schön austoben kann. Außerdem freue ich mich natürlich immer riesig wenn ich ihn sehen kann, erstens weil ich ihn wegen seiner Epilepsie ungern alleine weiß und andererseits weil ich auch irre gern mit ihm zusammen bin. Das Wetter war auch traumhaft schön und so saßen wir fast den ganzen Tag zusammen und haben geplaudert.
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Paps‘ Hamster Bärli, etwas verwirrt bei der Reinigung seines Heims.
Bald geht’s wieder an den See. :D
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Der Spaziergang mit Leo führte uns an einen Fluss ganz in der Nähe (~15 Min Fußweg) und zeigte mir wie schön unser kleines Kaff hier so ist und erinnerte mich daran, wie oft ich an heißen Sommertage darin schon Abkühlung gesucht habe.
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Als ich dann heimkam stand ein Paket vor der Tür. Der Absender war meine süße Lisza die mir allerhand Leckereien zukommen ließ und ein Büchlein, sowie einen schönen Brief. Natürlich hab ich mich riiiiiiihihihihiesig darüber gefreut und könnte sie direkt abknutschen, natürlich nicht nur wegen dem Süßkram, vor einiger Zeit habe ich auch davon erfahren dass sie bald heiraten wird und freue mich natürlich saumäßig mit ihr. Die Hochzeitsvorbereitungen und allerhand andere Dinge die zu erledigen sind habe ich mit ihr schon durchgeplant und wir sind wie zwei hysterische Hühner durch die Wohnung gehüpft.
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Ich freue mich immer wie ein Keks wenn ich Pakete bekomme oder wegschicke (und sie heile ankommen), ebenso war das bei diesem der Fall und mein ständiges ‚Ooooh das hatte ich ja schon eeewig nicht mehr‘ scheint irgendwie auf Gehör gestoßen zu sein (was ich eigentlich nicht bezweckt hatte *auf den Heiligenschein zeig*).
In dem Päckchen waren zwei verschiedene Center Schock (sehr sauer :D), eine Coca Cola Cherry (die ich zuvor noch nie gesehen hatte, eine Vanilla Coke (soooo lange nicht mehr gehabt, weil sie bei uns nicht mehr zu kaufen ist. *g*) eine Packung Daim, zwei Boxen Eiskonfekt ♥♥♥ (seit Jahren nicht mehr gehabt, ich würde sterben dafür!), eine Box mit Hitschies Himbeer und eine mit (noch nie gegessen bzw gesehen) Apfel (sehr sauer :D) und zu guter letzt eine Hello Kitty Box mit Himbeer Sahne Bonbons. Was soll ich sagen, ich freu mich riesig über diese Geste, das sagt sehr viel aus und ich bin superhappy. Selbstverständlich auch über das süße Büchlein (Schmusekatzen und der Umgang mit ihnen), einfach nur supersüß.
Außerdem ein kleiner Einblick in meine ‚Osternesterl‘ Ausbeute:
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Leo findets auch super!
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Bevor ihr mich wieder los seid noch ein paar Fotos aus der freien Natur, immerhin ist der Frühling da und ich kann die Finger nicht davon lassen, wenn ich überall die wunderschönen Blüten sehe.
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Zwergahorn ♥
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Apfelbäumchen
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Zuletzt (wirklich :P) noch ein Bild von Julia ♥ im ‚Dirndl‘ – wie findet ihrs? ^__^
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Veröffentlicht am 25. April 2011, in Ich liebe es, Nachdenkliches, Partytime, Unterwegs. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 2 Kommentare.

  1. Moin Lexi,ich schreibe eigentlich selen was, aber als ich euren Bärle gesehen habe…^^Habe auch einen Zwergi daheim (Blacky) und davor einen (Integra), der genau so aussah, wie dein Bärle.Man sieht sich bei Twitter^^GrüßFri

  2. @FririnaEcht? Wie süß ^_^ ich liebe ja die Kleinen so sehr <3 vll seh ich mal ein Foto von deinem Blacky :D *ganz dolle neugierig*

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