Archiv für den Monat August 2011

Von Nägeln und anderem

Seit einiger Zeit besuche ich jetzt ein Nagelstudio, eine Freundin hatte mir diese nette engagierte Frau empfohlen die sich seit kurzem selbstständig gemacht hatte. Dann kam dieser wichtige Tag und die Gelegenheit war perfekt!
Meine Nägel und ich standen irgendwie immer im Krieg miteinander, sie waren brüchig und ich habe sie immer sofort wieder wegschnippeln müssen, das mit den Ölfarben können sie mir wohl einfach nicht verzeihen.
Heute habe ich dann meinen zweiten Termin wahrgenommen.
Lange habe ich damit gerungen ob ich wirklich hingehen soll oder nicht. Allerdings bin ich damit sehr zufrieden, ich habe mich gut daran gewöhnen können. Sie halten super und gefallen mir irre gut, beim Zeichnen nehmen sie keinen Schaden, brechen nicht und auch alles andere ist einfach viel unkomplizierter. Ich muss keine Zeit investieren in Nägel die mich ohnehin nur aufregen sondern kann sie ganz einfach und schnell pflegen, die Termine im Studio sind super angenehm und mehr wie ein Kaffee mit einer Freundin als ein Termin den man einhalten sollte.
Niemals hätte ich gedacht dass ich damit wohl fühlen könnte, aber doch, ich kann’s.
Irgendwie fühle ich mich damit auch besser, obwohl ich nicht genau sagen kann warum.

Kommt es euch wie mir so vor als würden die Tage von Minute zu Minute schneller vergehen?
.
Seit zwei Wochen läuft mir die Zeit gerade so weg und ich versuche noch irgendwie sie einzuholen, jeden Tag ist irre viel los ob Besuche, Arbeit oder anderen Dingen die sich einfach nicht mehr aufschieben lassen. Abends (oder eher Nachts) fällt man dann totmüde ins Bett.
.
Wenn dann doch mal etwas Zeit ist versuche ich etwas runter zu kommen und da hilft nur eins: Eine mächtige Dosis Musik. Momentan lasse ich am liebsten nur ein und dasselbe Lied rauf und runter laufen, während ich mit Gänsehaut und ein guten Getränk in den Händen am Sofa sitze und einfach nur genieße, den Tag revue passieren lasse und immer wieder an diesen einen Moment denke, an mich dieses Lied erinnert.
Mehr brauche ich nicht, und der Tag war ein Guter.
Was wir an Erinnerungen haben wissen wir oft gar nicht zu schätzen, dabei ist genau das alles was uns am schwersten genommen werden kann. Ich denke so gerne an die letzte Zeit und die letzten Tage, es macht alles was kommt besser, fantastischer und auch wenn schwere Zeiten kommen diese leichter.
Völlig schwerelos geht schließlich niemand durchs Leben.
.

[How to..] #II

Seit kurzem bin ich neben den Ölfarben total auf nem Bleistift- und Buntstifttrip und habe begonnen Buntstiftportraits zu machen und mich darin zu verbessern. Ich kann euch gar nicht sagen wie viel Spaß das macht. Natürlich heißt es üben und probieren, aber genau das ist ja das Tolle daran. ♥
Auf dem Bild seht ihr übrigens Sarah Chalke, die ich besonders hübsch und zauberhaft finde.
.
.
.
.

[How to..] #I

Oft werde ich gefragt ‚Ja was machst du eigentlich den ganzen Tag?‚. Wenn man erzählt dass man Portraits zeichnet und so seine Brötchen verdient sehe ich oft das Augenrollen und vor allem Unglauben und Unverständnis, warum genau das der Fall ist, ist mir allerdings noch nicht klar geworden. Für ein Öl- und/oder Acrylportrait brauche ich je nach Größe und Anzahl der Personen auf dem Bild 20 – 30 Stunden, für ein Kohlestift- oder Bleibstiftportrait (seit kurzem auch Buntstift) brauche ich ca 10 – 15 Stunden. Pro Woche zeichne ich beruflich ca 2-4 Portraits, das sind dann schon mal 30 – 60 Stunden Arbeit. Wenn ich dann etwas Zeit habe und zu Hause bin, übe ich neue Techniken oder zeichne mit Freude auch Portraits für Freunde, Verwandte und Bekannte. Obwohl ich mir die Zeit selbst einteilen kann, bleibe ich an den meisten Portraits bis zur Fertigstellung dran, bei Ölbildern warte ich oft 1 Tag um es zwischendurch ein wenig antrocknen zu lassen damit ich die vorangegangene Arbeit nicht so leicht verwische.
Bei meinem letzten fertiggestellten Portrait das ich für meine Galerie und mich mache hab ich endlich mal dran gedacht ein paar Zwischenschritte festzuhalten, aber seht selbst:
.
.
.
.
.
.