Archiv für den Monat November 2011

Die Liebe zum Papier

Da ich im Moment sehnsüchtig auf mein bestelltes Buch warte, und heute zumindest ein wenig Nachschub erhalten habe, wird es mal wieder Zeit für einen Bücherpost.

Da morgen in World of Warcraft der Patch 4.3 Die Stunde des Zwielichts auf uns wartet, möchte ich allen fleißigen Lesern noch einmal die Warcraft Bücher ans Herz legen. Ich durfte bisher einige der Bücher lesen und bin mehr als begeistert, sie sind schön geschrieben und für alle Warcraft Fans ein Must have. Auch für alle Fans von Fantasy Bücher sind sie nur zu empfehlen, man lebt sich schnell in die Geschichten ein, auch wenn die Charaktere dadurch nicht bekannt sind beginnt man schnell sich deren Aussehen vorzustellen.
Zum kommenden Patch empfehle ich vor allen „Der Tag des Drachen“ wo es um Rhonin (steht zZ in Dalaran) und seine Gefährten geht, die darauf bedacht sind Alexstrasza  aus der Gefangenschaft der Orks (in Grim Batol) zu befreien und die Drachenseele (worum es auch in 4.3 gehen wird) zu zerstören. Zudem ist die Trilogie von „Krieg der Ahnen“ sehr zu empfehlen, wo es um die Entstehung der Drachenseele geht, wie Malygos‘ Klan fast völlig ausgelöscht wurde, Malfurion, Illidan und Tyrande und deren schwierige Beziehung zueinander, den ersten Krieg gegen die Brennende Legion, den Brunnen der Ewigkeit und dessen Zerstörung, die Geschichte von Elfen, Drachen und vielen anderen Völken und das Ende von Azshara, ihren Hochelfen und von ganz Zin Azshari. Die Bücher sind sehr interessant für die Instanzen die nun auf alle Zocker zukommen werden. Man sieht viele Dinge in einem ganz anderen Licht und neuen Zusammenhängen.
Natürlich sind auch die anderen Bücher sehr zu empfehlen, vor allem lege ich jedem „Der Lord der Clans“ ans Herz, worin es um Thralls Geschichte geht. Ich habe sehr sehr sehr oft geheult.

Am besten ihr überzeugt euch selbst davon.

Gestern habe ich dann Post bekommen und mal wieder meiner Mangasammlung Futter zu bieten, es ist mittlerweile einige Jahre her, als ich zuletzt welche gekauft habe und nun ist es wieder Zeit. Es waren diesmal ein paar Bände Detektive Conan, weil ich die immer gern gelesen habe und ich mal wieder Lust auf Knobeleien habe. Außerdem bin ich natürlich neugierig, ich habe bereits ca 45 Bände zu Hause. Zusätzlich mal wieder etwas von der tollen Kaori Yuki, von der – wie viele wissen – ich ein riesiger Fan bin. Ihr Stil ist einfach wunderschön und die Geschichten sind großartig. Nachdem ich die meisten ihrer Reihen vollendet zu Hause habe, entschied ich mich nun bei „The Royal Doll Orchestra“ rein zu lesen.

Zum Geburtstag habe ich von meinem Paps außerdem „Steve Jobs – Die autorisierte Biografie des Apple-Gründers“ geschenkt bekommen, was im Moment als Lektüre auf meinem Nachttisch (leider noch unangetastet) liegt. Außerdem warten noch 3 ungelesene Stephen King Bücher auf mich und eines dass ich nun zur Hälfte durch habe. (Todesmarsch)

Es gibt einfach zu viele gute Bücher, und viel zu wenig Zeit. Oder?

Hinter dem Vorhang

Es ist wie eh und je, die Zeit vergeht im Flug, ich glaube langsam ich habe für nichts und niemanden mehr Zeit. Die meisten haben bestimmt schon mitbekommen dass meine Tage in letzter Zeit nicht besonders gut waren und ich deshalb auch nicht wirklich Lust und Laune gehabt habe etwas zu bloggen. Das Gefühl geht bestimmt wieder vorbei, trotzdem muss ich euch im Moment noch ein wenig vertrösten. Darüber zu berichten ist mir einfach noch nicht möglich.

Er saß still auf der Treppe vor seinem Haus. Regentropfen liefen langsam über sein Gesicht, so konnte er sich die Tränen sparen dachte er bei sich und ließ sich in ferne Gedanken vertreiben, weit weg von dieser einen Welt. Alles was heute aus ihm geworden war hatte nichts geändert, er fühlte sich wie Abschaum in dieser Welt. Obwohl er wusste, dass es keinen Moment gab in dem er wirklich alleine war, fühlte er sich immer als wäre da ein schwarzes Loch in das er gezogen wurde. Dem Abgrund war er schon zu oft nahe gewesen, man zog ihn heraus, doch das wollte er gar nicht. Bisher war er nur zu feige gewesen dem endlich ein Ende zu setzen.
Was er auch zu tun glaubte es war ein Schritt in die falsche Richtung gewesen.
Wann immer man ihm auch begegnete er schien glücklich zu sein, selten hatte man ihn nicht lachen sehen. Für seine Freunde war er stets ein Segen gewesen, er hörte ihnen zu, war für sie da wann immer sie ihn brauchten. Wenn sie ihn nicht brauchten war er in ihrere Nähe, um sie in schlechten Momenten wieder aufzufangen. Er war immer ein hübsches Kind gewesen und hatte sich zu seinem Vorteil in einen sehr schönen Mann entwickelt. Seine Arbeit bot ihm vieles, er hatte die Möglichkeit Menschen zu helfen, jeden Tag lernte er viele kennen doch diese vergaßen ihn meistens schnell wieder. So viele unbekleidete Körper waren vor ihm gesessen und gelegen, sodass er zeitweise das Gefühl dafür verlor die Schönheit des Menschen sehen zu können.
Man wünschte ihm sein Glück erkennen zu können, doch er tat es nicht, konnte es nicht. Ein falsches Wort reichte um ihn für Tage in Depressionen zu reißen. Denn sein Lächeln konnte verbergen was sein Herz erzählte. Auch seine Freunde sahen oftmals darüber hinweg oder konnten es nicht erkennen. Sie sagten Dinge die sein Herz zu zerreißen schienen und auch wenn er sich abwandte suchte er bald den Weg zu diesen Menschen zurück die er zu lieben schien. Obgleich es zwecklos war auf ehrliche Zuneigung und Meinung zu hoffen versuchte er es so oft er selbst es zulassen konnte ohne gänzlich daran zu Grunde zu gehen.
Seine Frau wusste, niemals zu ihm und seinen Gedanken durchdringen zu können, egal was sie versuchen würde, er würde sie auf die eine oder andere Art aufhalten. Wahrscheinlich schenkte er ihr ein charmantes Lächeln und lud sie zu gutem Essen und Wein ein während er ihr versprach wie gut es ihm doch ginge.

Der Regen prasselte weiterhin unaufhörlich auf den Boden. Sich selbst aus dem Loch einer Depression zu lösen war schwer, doch es war möglich. Wenn er es wollte, hier und heute, konnte er das traurige Spiel beenden und sich endlich eingestehen dass er Hilfe brauchte. Das jede Lüge, jedes Wort, jeder Mensch den er sah, ihn nur weiter in den Abgrund trieb. Wenn er jetzt aufstand und in sein Haus ging, den Hörer nahm und einen Anruf tätigte war es geschafft. Nur einmal musste er es über seine Lippen bringen. Er war bereits aufgestanden und hatte sein Gesicht gen Haus gerichtet, langsam las er das Türschild mit seinem Doktortitel. Dann kramte er kurz in seinen Taschen und holte ein Päckchen Zigaretten heraus. Er hatte bereits eine angezündet als er sich wieder auf die Treppe setzte.

Morgen würde er es tun.

Das Leben ist ein Zirkus

Wie sehr habe ich mich auf diesen Tag gefreut, es ging nach Linz zu dem lang ersehnten Besuch im Circus Roncalli. Nach den letzten Absagen und anderen chaotischen Ereignissen fiel es mir geradezu schwer mich ohne Bedenken auf die Vorfreude einzulassen. Doch als wir am Bahnhof standen konnte ich diese Gedanken endlich vergessen um einfach nur aufgeregt und hibbelig in Freude zu vergehen.

Das Zirkuszelt selbst und auch die Manege war nicht so groß wie ich es erwartet hatte, geisterten mir doch noch Gedanken an den chinesischen Staatszirkus, den ich vor ein paar Jahren sehen durfte, durch den Kopf. Auch die Sitzplätze waren recht eng, wir saßen in einer Loge in der ersten Reihe (was total großartig war) und man konnte seine Beine kaum bewegen. Ich war sehr dankbar dass ich nicht so groß wie manch andere Besucher bin, denn einige hatten sichtlich Probleme ihre Beine zu verstauen. Zum Fotografieren war der Platz aber prima, keine Köpfe vor einem und auch links und rechts von mir saßen sehr nette Personen. (Links meine Familie und rechts eine sehr nette Dame die sich mit mir sogar in der Pause und nach dem Auftritt über das Fotografieren unterhalten hatte)

Das Programm selbst war einfach großartig, es gab viel zu staunen und auch viel zu lachen. Und die Live Musik war echt erste Sahne!

Der Herr hier war der „Showman“ der ganzen Veranstaltung, hat zwischen den artistischen Vorführungen immer Stimmung gemacht, hat Leute aus dem Zuschauerraum mit einbezogen, toll gesungen und überhaupt einen einfach zum Lachen gebracht. Ich hätte nicht gedacht, dass ich über und mit einem Clown so sehr lachen könnte wie ich es an diesem Abend getan habe.

Bei dem Kleinen ging ein lautes „Oooooh, ooooooh wie niedlich“ durch das Publikum, er war einfach zu süß. :3 Allerdings waren nicht viele Tiere bei der Show, was ich auch sehr gut finde, irgendwie tun mir die Tiere sehr sehr leid wenn man überlegt wie es ihnen wohl bei den Reisen etc. ergehen mag. Dazu kam noch dass Evelyn eine Pferdeallergie hat und die ersten Minuten deswegen sehr sehr gelitten hat, allerdings kamen dann keine Tiere mehr und es wurde besser. Obwohl sie auch bei der Heimfahrt noch sichtlich zu kämpfen hatte.

Die Beiden waren auch echt großartig, allerdings ist eine der beiden von einer ziemlich hohen Treppe runtergefallen und erstmal liegen geblieben. Der Notarzt war auch kurz bei ihr, nach wenigen Augenblicken stand sie aber wieder auf und sie schafften das Kunststück mit Bravour.

Die letzten beiden Bilder sind meine Favoriten.. ich weiß nicht warum, aber als die Luftschlangen und Konfetti von der Decke gefallen sind, hat das irgendwas in mir geweckt. Am liebsten wäre ich raus gesprungen und hätte mich im Schneidersitz in die Mitte gesetzt, die Arme wie der Clown am Foto ausgestreckt und hätte unaufhörlich gelächelt, wenn nicht sogar gelacht. Es beschreibt einfach den Abend perfekt.
Der Abend war einfach so toll und lustig, auch wenn man oft viele Vorurteile über den Zirkus, Clowns und Co. mit sich trägt, sollte man der Sache eine Chance geben. Ich für meinen Teil bin begeistert, zwar durfte ich noch nicht oft einen Zirkus besuchen, wenn ich aber dort war, war es einfach fantastisch! Man kann für ein paar Stunden alles vergessen und sich in eine manchmal sogar unglaubliche Welt begeben und auf sich verzaubern lassen.

Zu Hause angekommen ist der Zauber schon wieder fast vorbei, aber natürlich nicht vergessen. In der Hoffnung viele weitere dieser magischen Momente erleben zu dürfen.