Hinter dem Vorhang

Es ist wie eh und je, die Zeit vergeht im Flug, ich glaube langsam ich habe für nichts und niemanden mehr Zeit. Die meisten haben bestimmt schon mitbekommen dass meine Tage in letzter Zeit nicht besonders gut waren und ich deshalb auch nicht wirklich Lust und Laune gehabt habe etwas zu bloggen. Das Gefühl geht bestimmt wieder vorbei, trotzdem muss ich euch im Moment noch ein wenig vertrösten. Darüber zu berichten ist mir einfach noch nicht möglich.

Er saß still auf der Treppe vor seinem Haus. Regentropfen liefen langsam über sein Gesicht, so konnte er sich die Tränen sparen dachte er bei sich und ließ sich in ferne Gedanken vertreiben, weit weg von dieser einen Welt. Alles was heute aus ihm geworden war hatte nichts geändert, er fühlte sich wie Abschaum in dieser Welt. Obwohl er wusste, dass es keinen Moment gab in dem er wirklich alleine war, fühlte er sich immer als wäre da ein schwarzes Loch in das er gezogen wurde. Dem Abgrund war er schon zu oft nahe gewesen, man zog ihn heraus, doch das wollte er gar nicht. Bisher war er nur zu feige gewesen dem endlich ein Ende zu setzen.
Was er auch zu tun glaubte es war ein Schritt in die falsche Richtung gewesen.
Wann immer man ihm auch begegnete er schien glücklich zu sein, selten hatte man ihn nicht lachen sehen. Für seine Freunde war er stets ein Segen gewesen, er hörte ihnen zu, war für sie da wann immer sie ihn brauchten. Wenn sie ihn nicht brauchten war er in ihrere Nähe, um sie in schlechten Momenten wieder aufzufangen. Er war immer ein hübsches Kind gewesen und hatte sich zu seinem Vorteil in einen sehr schönen Mann entwickelt. Seine Arbeit bot ihm vieles, er hatte die Möglichkeit Menschen zu helfen, jeden Tag lernte er viele kennen doch diese vergaßen ihn meistens schnell wieder. So viele unbekleidete Körper waren vor ihm gesessen und gelegen, sodass er zeitweise das Gefühl dafür verlor die Schönheit des Menschen sehen zu können.
Man wünschte ihm sein Glück erkennen zu können, doch er tat es nicht, konnte es nicht. Ein falsches Wort reichte um ihn für Tage in Depressionen zu reißen. Denn sein Lächeln konnte verbergen was sein Herz erzählte. Auch seine Freunde sahen oftmals darüber hinweg oder konnten es nicht erkennen. Sie sagten Dinge die sein Herz zu zerreißen schienen und auch wenn er sich abwandte suchte er bald den Weg zu diesen Menschen zurück die er zu lieben schien. Obgleich es zwecklos war auf ehrliche Zuneigung und Meinung zu hoffen versuchte er es so oft er selbst es zulassen konnte ohne gänzlich daran zu Grunde zu gehen.
Seine Frau wusste, niemals zu ihm und seinen Gedanken durchdringen zu können, egal was sie versuchen würde, er würde sie auf die eine oder andere Art aufhalten. Wahrscheinlich schenkte er ihr ein charmantes Lächeln und lud sie zu gutem Essen und Wein ein während er ihr versprach wie gut es ihm doch ginge.

Der Regen prasselte weiterhin unaufhörlich auf den Boden. Sich selbst aus dem Loch einer Depression zu lösen war schwer, doch es war möglich. Wenn er es wollte, hier und heute, konnte er das traurige Spiel beenden und sich endlich eingestehen dass er Hilfe brauchte. Das jede Lüge, jedes Wort, jeder Mensch den er sah, ihn nur weiter in den Abgrund trieb. Wenn er jetzt aufstand und in sein Haus ging, den Hörer nahm und einen Anruf tätigte war es geschafft. Nur einmal musste er es über seine Lippen bringen. Er war bereits aufgestanden und hatte sein Gesicht gen Haus gerichtet, langsam las er das Türschild mit seinem Doktortitel. Dann kramte er kurz in seinen Taschen und holte ein Päckchen Zigaretten heraus. Er hatte bereits eine angezündet als er sich wieder auf die Treppe setzte.

Morgen würde er es tun.

Veröffentlicht am 27. November 2011, in Nachdenkliches. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 3 Kommentare.

  1. Ich werde Morgen etwas dazu schreiben …

  2. *Einfach mal ganz feste umarm* – hoffe deine Tage sind bald wieder besser und dir geht es auch besser. Wenn du jemanden zum Reden brauchst, bin gerne für dich da Liebes.
    Dicker Drücker Tina

  3. Egal um was es geht, hoffe nach dem Regen scheint auch für dich bald wieder die Sonne Liebes und … wie Tina habe ich auch eine Ohr für dich, wenn du reden möchtest. Fühl dich gedrückt und lass deinen hübschen Kopf nicht hängen *knuddelz*.

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