Archiv für den Monat Dezember 2011

Des einen Leid, des anderen..

Man wünscht sich eben nach einer Talfahrt immer wieder eine zum Berg, da es aber nicht so ist, verzeiht mein Gemecker und Gejammer! *laut seufz* Heute will ich aber endlich meinen Zockerbeitrag nachholen, so mehr oder weniger zumindest.

Angetestet (und zwar wirklich nur das) habe ich gestern The Darkness, wo es um einen jungen, gerade volljährig gewordenen Mann geht, der Sohn einer Mafiafamilie ist und versucht sich durch die Welt zu schlagen und sein dunkles Schicksal zu ergründen. Weit kam ich noch nicht, allerdings muss ich positiv die Steuerung hervorheben die mir sehr gut gefällt, man kommt schnell zurecht und ballert sich schnell durch die gegnerischen Reihen. Das Spiel (darf die unzensierte Version zocken, yay!) ist sehr brutal (und zwar von der ersten Sekunde an, es beginnt mit einer wilden Verfolgungsjagd und vielen Toten) und düster. Ich habe mich nicht sonderlich wohl gefühlt beim ersten Schritt nach draußen gleich auf einem Friedhof zu stehen. *haha* Allerdings habe ich bisher nur auf Schockmomente gewartet und keine erlebt. Bin gespannt wie es weitergeht und werde ausführlich darüber berichten.

Auch Bayonetta und Dante’s Inferno habe ich schon ein wenig probiert und muss sagen sie machen sehr viel Spaß und es ist nicht einfach den Controller wieder aus den Händen zu legen.

Fable II

Für dieses Spiel habe ich mir schon etwas mehr Zeit gegönnt, nicht weil es mein Favorit war, sondern weil man mit irgend einem eben beginnen muss. *hehe* Bei Fable II handelt es sich um ein Aktion Rollenspiel mit sehr hohem Spaßfaktor. Die Geschichte rund um die Welt von Albion ist durchaus interessant. Die Haupthandlung ist schnell durchgespielt, doch zusätzlich ist das Spiel mit vielen Nebenquests bestückt und man kann sich mit Berufen, Familie und der guten oder bösen Seite Tage um die Ohren schlagen. Die Steuerung ist okay, relativ einfach und es macht Laune durch die Gegend zu streifen. Im Verlauf der Geschichte hat man immer wieder die Wahl Gutes zu tun oder auf alles zu pfeifen und sich seinen eigenen Belangen zuzuwenden. Während man als braver Bürger ziemlich viel Arbeit hat und wenig Geld bekommt, hat man es als böser Bub / böses Mädel einfacher und sackt Geld und Gegenstände für sich selbst ein. Bei Händlern und Bürgern könnt ihr dadurch auch Rabatte und Geschenke abstauben, je nachdem machen sie dass eben aus Liebe oder Angst vor euch.

Ebenso ist es möglich zu heiraten und Kinder zu bekommen, denen ihr dann ein schönes Heim bieten könnt und dieses auch dekorieren und einrichten könnt. Zusätzlich solltet ihr aufpassen mit wem ihr Sex habt, denn es kann auch passieren dass ihr euch mit einer Geschlechtskrankheit ansteckt. (Also Kondome nicht vergessen!) Um beliebt zu bleiben sollte man sich auch um schöne Kleidung kümmern und ab und an den Barbier besuchen. Wenn man bei Verletzungen brav Spargel isst bleibt man schlank, wenn man sich Kuchen, Fleisch und Schokolade gönnt wird man dann dicker. Je öfter man Schläge von Feinden bekommt, trägt man auch Narben davon, die sich vor allem im Gesicht abzeichnen, doch diese lassen sich mit den Zaubern und richtigen Attacken gut vermeiden. Außerdem habt ihr einen treuen Gefährten (Hund) an eurer Seite, der euch durch das Spiel begleitet.

Das Ende der Haupthandlung ist wieder von euren Entscheidungen abhängig.
Für alle die Rollenspiele Lieben ein Must have!

Hinfort geweht hat euch der Wind, meine Helden. Wohin ihr auch seid, folgt dem Licht in eurem Herzen.
Euer Ziel werde nicht ich sein. Die letzte Böe die euch aus der ewigen Verdammnis treibt wird die meine sein.
Tragt sie hinaus, meine Helden.

Sanft legte sie die Hand auf die Maus ihres Computers. Wie jeden Tag saß sie vor dem Wundergerät, ihre Augen funkelten. Lilly hatte es wieder geschafft, ein weiterer Tag war fast vergangen, sie hatte es überlebt. Seufzend glitten ihre Finger zwischen den Tasten hin und her und ihre Nägel klapperten dabei in einem beruhigenden Ton während sie über Vergangenes philosophierte. Ein kurzer Klick auf diverse Seiten die sie gern besuchte, dann galt  der Doppelklick endlich wieder diesem Spiel, dem sie schon sehr viel Zeit geschenkt hatte. Wahrscheinlich zu viel.
Ein kurzer Blick auf die Liste ihrer Freunde, schon kullerte die erste Träne über ihre Wange. Durfte man jemanden wirklich so sehr vermissen?
Nein, sie selbst hatte es so gewollt. Wütend über ihre eigene Dummheit wischte sie die Träne aus ihrem Gesicht. Hatten ihre Freunde versucht ihr eine helfende Hand zu reichen? Sie wusste es nicht einmal mehr. Ein kurzes Hallo, ich bin da. Dann schloss sie die Liste ihre Freunde wieder und blickte auf das digitale Wesen dass sie nun schon so lange begleitete. Wie dumm war sie gewesen zu glauben dieses Glück würde für immer da sein, sie niemals verlassen.
Jahre hatte sie mit diesen Menschen hinter den Computern verbracht, sie so oft getroffen und so viel erlebt und nun hatte sie alles zerstört. Mit ein paar simplen Worten hatte sie so viele Menschen auseinander gerissen. Wohl wissend dass es passieren würde, damals hatten sie darüber gelacht und nun war es real geworden. Nachdenklich legte sie ihre Hand auf den Rand des Bildschirmes und legte ihre Stirn in Falten.
Ich Idiotin. dachte sie. Alles hätte passieren können und dies wurde daraus, es lag in meinen verdammten Händen.
Ihre Augen wanderten vorwurfsvoll auf ihre beiden Hände.
Es war nicht weiter verwunderlich dass die Vergangenheit so schwer auf Lilly lastete, sodass sie sogar nachts in ihren Träumen davon verfolgt wurde. Sie hatte nun mal an diese eine Zukunft geglaubt, an diese eine die nie hätte eintreten können und nun bereute sie bitterlich.

Nun verbringe ich die Zeit mit einem Spiel das oberflächlicher nicht sein könnte, mit Leuten die sich einen Dreck um einen scheren obwohl man oft an sie denkt und keines dieser Worte je vergessen könnte. Verbringt Abende mit Personen in einer Gemeinschaft die nicht einmal meinen Namen kennen und sich nichts aus einem machen. Wo man schneller ersetzt und vergessen ist als man bis drei zählen könnte. Es gibt kein Ziel, kein Wir, kein nichts. Ich irre umher und bin ein Zombie unter vielen.
Sie füllte etwas Wein in das leere Glas am Schreibtisch. Prinzessin Lilly war gefallen und es war dieser Moment in dem sie es endgültig gemerkt hatte. Sie würde nicht aufwachen aus diesem Alptraum. Es gab kein zurück. Jeder Kampf war vergebens, die Scherben nicht mehr zu kleben.
Ein kurzer Schluck aus dem Weinglas, während sie auf den großen Knopf auf ihrem Pc drückte. Vielleicht doch etwas anderes.
Doch zumindest gab es einige dieser Engel noch, an die sie denken konnte und wenige die noch hier waren und denen war sie dankbarer als sie es je ausdrücken könnte. Es war kein Anfang und kein Ende, nur ein weiterer Tag in ihrer Welt.

Trag‘ mich hinfort auf deinen Schwingen, bring mich zu meinem Schätzelein.
Ich höre deine Flügel schlagen und sehe dich leuchten, pechschwarz wie die Nacht.

~ Pictureroll ~

Pictureroll ~

Ein frohes Fest

Weihnachtszeit bedeutet nicht nur viel Arbeit, es bedeutet auch eine ganz besonders sensible Zeit. Es sind die wenigen Tage vor dem Fest an denen sich (merkwürdigerweise?) die Menschen in meinem Leben mehr Zeit als sonst nehmen, mal auf einen Kaffee da zu bleiben und mal mehr auszutauschen als nur Klatsch und Tratsch. Für jeden ist Weihnachten ganz individuell eine besonders schöne, schlechte oder unwichtige Zeit im Jahr.

Für mich hat das Fest der Liebe in vielerlei Hinsicht eine große Rolle gespielt und ich feiere dieses Fest sehr gerne auch wenn es jedes Jahr gleich abläuft. Obwohl ich schon lange Zeit davon träume Weihnachten zu Hause zu sein, nicht von da nach dort zu hetzen, lasse ich mich doch immer wieder dazu überreden. Du hast ja keine Kinder, also kannst du auch zu uns kommen. Okay, danke. Nicht dass es mich irgendwie treffen könnte, die Einladung war doch nett formuliert. Dabei habe ich heute morgen im Radio noch gehört wie wichtig es ist, modisch gut angezogen zu sein, am besten ein kleines schwarzes, ruhig etwas dezent. Wenn man die Verwandtschaft schon nur einmal im Jahr sehen würde, wäre es ja mindestens so wichtig modisch korrekt gekleidet zu sein wie überhaupt anwesend zu sein. Puh, da hab ich so kurz vor den Feiertagen ja noch was gelernt.
Nun genug, sonst heißt es noch ich wäre boshaft.

Wenn ich an das Weihnachten in meiner Kindheit denke, dann war das ganze nur mit einem Wort zu betiteln: Stress. Am 24. ging es immer von zu Hause, wo nur kurz Geschenke verteilt wurden, zu den Großmüttern, Tanten und anderen Verwandten, das hieß ein hin und her (teilweise bis zu 6 Feiern) bis man spät nachts ins Bett fiel, am Nächsten Tag wurde dann mit der „anderen Familie“ (2 Feiern) gefeiert und am 26. waren dann noch Familienfreunde und entfernte Verwandte an der Reihe (ca 4 Feiern). Mittlerweile hat es sich zumindest so weit reduziert dass ich nach den 3 Tagen noch weiß wo ich war und wo nicht.
Der 24. und der 25. gehören der Familie (und ein Besuch im Tierheim), der 26. wird mit Freunden verbracht.

Der Tag sollte (und das betone ich) ja eigentlich ein Tag sein wo wir die Geburt eines besonderen Menschen feiern und nicht um Geschenke zu verteilen, jedenfalls bräuchte ich das absolut nicht. Weder weiß ich auf die Frage „Was wünscht du dir?“ zum Geburtstag eine Antwort noch zu Weihnachten. Die Größere Freude ist es eher, wenn die Menschen an besonderen Tagen an einen denken. Da das halbe Land nicht einmal weiß warum wir Weihnachten feiern, sollte es mich auch nicht wundern dass die Priorität auf den Geschenken liegt. Schenken ist generell ja eine schöne Sache, dagegen sei bestimmt nichts gesagt.

Was den Glauben betrifft verstehe ich die ganze Sache noch weniger, da sich für Religion grundsätzlich kaum noch Leute interessieren. Warum sollte man also ein Fest feiern woran man gar nicht glaubt? Und um einen Tag der Familie und der Liebe zu verbringen braucht man schließlich nicht einen bestimmten Tag. Aber Weihnachten ist natürlich viel zu schön, voll mit Kitsch, Keksen und Blingbling dass man darauf nicht verzichten könnte. Mich wird jedenfalls auch dieses Jahr zum heiligen Fest die Kirche nicht sehen und ich werde trotz dieser bösen Sünde an dem festhalten woran ich glaube.

Ich wünsche euch ein besinnliches Fest mit den Liebsten, keinen Streit und keinen Familienkrieg, ganz viel Zeit und Momente des Glückes. ♥
Möge das Christkind (wahlweise der Weihnachtsmann) an die braven Kinderlein denken.

Auf diesem Wegen außerdem meinem Christkindl Lisza alles Liebe, Gute und nur das Beste zum Geburtstag. ♥

Ein Abschied kommt selten alleine

Leider war es am Samstag nun doch so weit. Einige haben via Twitter bestimmt mitbekommen dass ich mit meinem Hamsterchen Sanji in den letzten Wochen beim Tierarzt war. In seinem Heim war sehr viel Blut und es ging noch nachts zum Vet. Obwohl auffällig viel Blut vorzufinden war ging es ihm aber gut, er wuselte durch seine Heimat wie eh und je, man hätte meinen können es wäre nichts.
Weil der Kleine schon ein älterer Herr war, war es nicht einfach zu sagen was ihm fehlte, dass er dünner geworden war, war genauso normal wie die reduzierte Nahrungsaufnahme. Der Doc konnte also deshalb nicht viel feststellen und erteilte dem Kleinen zwei Diagnosen: Entweder war es nur eine Blasenentzündung und es würde sich bald wieder legen, oder aber es war ein Tumor der bei Hamstern in seinem Alter nicht selten wäre. Wenn er also Schmerzen bekommen hätte, dann hätte man ihn erlösen müssen. Dem war aber nicht so. Auch nach der Spritze (oder gerade deshalb?)  war er quietschfidel wie zuvor. Ich beobachtete ihn noch häufiger als sonst, er quiekte nicht, fiepte nicht, trank und aß wie es für ihn normal geworden war. Doch das Blut im Urin blieb weiterhin.
Freitag Nacht sah ich ihm noch zu wie er durch die Röhrchen wuselte, am Samstag morgen lag er friedlich eingeschlummert in seiner Ecke. So traurig und schwer das Gefühl auch ist den zweiten Engel in so kurzer Zeit gehen zu lassen, umso besser ist es zu wissen dass es ihm bis zu seiner letzten Reise gut ging, so gut es eben sein konnte.

Der kleine tapfere Ritter wurde ganze 2 Jahre und 1 Monat alt, da ist tapfer ja kaum ein Ausdruck. Wie könnte man eine kleine Fellkugel wie ihn jemals vergessen?
Wieder bleibt eine Leere im Herzen zurück, aber auch Erinnerungen, Schöne und Traurige. Es war so schön dich täglich beobachten zu dürfen und ab und an dein flauschiges Fell zu streicheln. Dass du mir da oben genauso viel Freude verbreitest wie hier unten. ♥