Des einen Leid, des anderen..

Man wünscht sich eben nach einer Talfahrt immer wieder eine zum Berg, da es aber nicht so ist, verzeiht mein Gemecker und Gejammer! *laut seufz* Heute will ich aber endlich meinen Zockerbeitrag nachholen, so mehr oder weniger zumindest.

Angetestet (und zwar wirklich nur das) habe ich gestern The Darkness, wo es um einen jungen, gerade volljährig gewordenen Mann geht, der Sohn einer Mafiafamilie ist und versucht sich durch die Welt zu schlagen und sein dunkles Schicksal zu ergründen. Weit kam ich noch nicht, allerdings muss ich positiv die Steuerung hervorheben die mir sehr gut gefällt, man kommt schnell zurecht und ballert sich schnell durch die gegnerischen Reihen. Das Spiel (darf die unzensierte Version zocken, yay!) ist sehr brutal (und zwar von der ersten Sekunde an, es beginnt mit einer wilden Verfolgungsjagd und vielen Toten) und düster. Ich habe mich nicht sonderlich wohl gefühlt beim ersten Schritt nach draußen gleich auf einem Friedhof zu stehen. *haha* Allerdings habe ich bisher nur auf Schockmomente gewartet und keine erlebt. Bin gespannt wie es weitergeht und werde ausführlich darüber berichten.

Auch Bayonetta und Dante’s Inferno habe ich schon ein wenig probiert und muss sagen sie machen sehr viel Spaß und es ist nicht einfach den Controller wieder aus den Händen zu legen.

Fable II

Für dieses Spiel habe ich mir schon etwas mehr Zeit gegönnt, nicht weil es mein Favorit war, sondern weil man mit irgend einem eben beginnen muss. *hehe* Bei Fable II handelt es sich um ein Aktion Rollenspiel mit sehr hohem Spaßfaktor. Die Geschichte rund um die Welt von Albion ist durchaus interessant. Die Haupthandlung ist schnell durchgespielt, doch zusätzlich ist das Spiel mit vielen Nebenquests bestückt und man kann sich mit Berufen, Familie und der guten oder bösen Seite Tage um die Ohren schlagen. Die Steuerung ist okay, relativ einfach und es macht Laune durch die Gegend zu streifen. Im Verlauf der Geschichte hat man immer wieder die Wahl Gutes zu tun oder auf alles zu pfeifen und sich seinen eigenen Belangen zuzuwenden. Während man als braver Bürger ziemlich viel Arbeit hat und wenig Geld bekommt, hat man es als böser Bub / böses Mädel einfacher und sackt Geld und Gegenstände für sich selbst ein. Bei Händlern und Bürgern könnt ihr dadurch auch Rabatte und Geschenke abstauben, je nachdem machen sie dass eben aus Liebe oder Angst vor euch.

Ebenso ist es möglich zu heiraten und Kinder zu bekommen, denen ihr dann ein schönes Heim bieten könnt und dieses auch dekorieren und einrichten könnt. Zusätzlich solltet ihr aufpassen mit wem ihr Sex habt, denn es kann auch passieren dass ihr euch mit einer Geschlechtskrankheit ansteckt. (Also Kondome nicht vergessen!) Um beliebt zu bleiben sollte man sich auch um schöne Kleidung kümmern und ab und an den Barbier besuchen. Wenn man bei Verletzungen brav Spargel isst bleibt man schlank, wenn man sich Kuchen, Fleisch und Schokolade gönnt wird man dann dicker. Je öfter man Schläge von Feinden bekommt, trägt man auch Narben davon, die sich vor allem im Gesicht abzeichnen, doch diese lassen sich mit den Zaubern und richtigen Attacken gut vermeiden. Außerdem habt ihr einen treuen Gefährten (Hund) an eurer Seite, der euch durch das Spiel begleitet.

Das Ende der Haupthandlung ist wieder von euren Entscheidungen abhängig.
Für alle die Rollenspiele Lieben ein Must have!

Hinfort geweht hat euch der Wind, meine Helden. Wohin ihr auch seid, folgt dem Licht in eurem Herzen.
Euer Ziel werde nicht ich sein. Die letzte Böe die euch aus der ewigen Verdammnis treibt wird die meine sein.
Tragt sie hinaus, meine Helden.

Sanft legte sie die Hand auf die Maus ihres Computers. Wie jeden Tag saß sie vor dem Wundergerät, ihre Augen funkelten. Lilly hatte es wieder geschafft, ein weiterer Tag war fast vergangen, sie hatte es überlebt. Seufzend glitten ihre Finger zwischen den Tasten hin und her und ihre Nägel klapperten dabei in einem beruhigenden Ton während sie über Vergangenes philosophierte. Ein kurzer Klick auf diverse Seiten die sie gern besuchte, dann galt  der Doppelklick endlich wieder diesem Spiel, dem sie schon sehr viel Zeit geschenkt hatte. Wahrscheinlich zu viel.
Ein kurzer Blick auf die Liste ihrer Freunde, schon kullerte die erste Träne über ihre Wange. Durfte man jemanden wirklich so sehr vermissen?
Nein, sie selbst hatte es so gewollt. Wütend über ihre eigene Dummheit wischte sie die Träne aus ihrem Gesicht. Hatten ihre Freunde versucht ihr eine helfende Hand zu reichen? Sie wusste es nicht einmal mehr. Ein kurzes Hallo, ich bin da. Dann schloss sie die Liste ihre Freunde wieder und blickte auf das digitale Wesen dass sie nun schon so lange begleitete. Wie dumm war sie gewesen zu glauben dieses Glück würde für immer da sein, sie niemals verlassen.
Jahre hatte sie mit diesen Menschen hinter den Computern verbracht, sie so oft getroffen und so viel erlebt und nun hatte sie alles zerstört. Mit ein paar simplen Worten hatte sie so viele Menschen auseinander gerissen. Wohl wissend dass es passieren würde, damals hatten sie darüber gelacht und nun war es real geworden. Nachdenklich legte sie ihre Hand auf den Rand des Bildschirmes und legte ihre Stirn in Falten.
Ich Idiotin. dachte sie. Alles hätte passieren können und dies wurde daraus, es lag in meinen verdammten Händen.
Ihre Augen wanderten vorwurfsvoll auf ihre beiden Hände.
Es war nicht weiter verwunderlich dass die Vergangenheit so schwer auf Lilly lastete, sodass sie sogar nachts in ihren Träumen davon verfolgt wurde. Sie hatte nun mal an diese eine Zukunft geglaubt, an diese eine die nie hätte eintreten können und nun bereute sie bitterlich.

Nun verbringe ich die Zeit mit einem Spiel das oberflächlicher nicht sein könnte, mit Leuten die sich einen Dreck um einen scheren obwohl man oft an sie denkt und keines dieser Worte je vergessen könnte. Verbringt Abende mit Personen in einer Gemeinschaft die nicht einmal meinen Namen kennen und sich nichts aus einem machen. Wo man schneller ersetzt und vergessen ist als man bis drei zählen könnte. Es gibt kein Ziel, kein Wir, kein nichts. Ich irre umher und bin ein Zombie unter vielen.
Sie füllte etwas Wein in das leere Glas am Schreibtisch. Prinzessin Lilly war gefallen und es war dieser Moment in dem sie es endgültig gemerkt hatte. Sie würde nicht aufwachen aus diesem Alptraum. Es gab kein zurück. Jeder Kampf war vergebens, die Scherben nicht mehr zu kleben.
Ein kurzer Schluck aus dem Weinglas, während sie auf den großen Knopf auf ihrem Pc drückte. Vielleicht doch etwas anderes.
Doch zumindest gab es einige dieser Engel noch, an die sie denken konnte und wenige die noch hier waren und denen war sie dankbarer als sie es je ausdrücken könnte. Es war kein Anfang und kein Ende, nur ein weiterer Tag in ihrer Welt.

Trag‘ mich hinfort auf deinen Schwingen, bring mich zu meinem Schätzelein.
Ich höre deine Flügel schlagen und sehe dich leuchten, pechschwarz wie die Nacht.

~ Pictureroll ~

Pictureroll ~

Veröffentlicht am 29. Dezember 2011, in Blizzard Entertainment, Nachdenkliches, Zockerei. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 5 Kommentare.

  1. Ach Lexi, so wie Lilly sich fühlt, das kenne ich nur allzu genau. Diese Sehnucht hat mich bis heute nicht verlassen und auch nicht die Gedanken an Zeiten, welche hinter mir liegen *drück*. Werden sie wohl auch nie, nur bei mir sind es vergangene Zeiten, die es so auch nie wieder geben wird. Was fehlt ist sicherlich diese menschliche Bindung – es gab eine zu bestimmten Leuten, aber mit denen habe ich auch so noch immer Kontakt.
    Wenn du was an dieser Situation änden magst, dann liegt es in deinen Händen und egal wie du dich entscheidest, es wäre dir keiner böse, dass sollst du wissen. Hab dich lieb, Busserl und … das wird sich nicht so schnell ändern.

  2. Kann mich Manu nur anschließen, kenne das Gefühl auch nur zu gut und denke öfter mal wehmütig an früher. Aber auch für mich ist das Vergangenheit und ich denke auch nicht, dass es sowas nochmal geben wird – dazu hat sich auch WoW für mich zu sehr verändert. Und zu der – für mich – wichtigsten Person von früher, habe ich eh Kontakt *Manu knuddel* und dafür brauche ich auch kein WoW ;) .
    Ansonsten hoffe ich für dich, dass du eine Lösung findet und glücklich in WoW sein kannst :) . Aber bitte geb dir nicht die Schuld, egal was da passiert ist. Wenn man sich mag, dann braucht man wirklich kein WoW, um den anderen an seinem Leben teilhaben zu lassen. Und auch wenn es vielleicht hart klingen mag, wenn jetzt alles auseinander gegangen ist, dann kann es mit der Freundschaft vielleicht auch gar nicht so weit her gewesen sein.
    Fühl dich auf jeden Fall mal feste gedrückt *umarm*.

    Ach und wenn du ein wirklich gruseliges Spiel spielen magst, dann kann ich dir „Amnesia – The dark Descent“ nur wärmstens empfehlen. Hab mich noch nie bei einem Spiel so gegruselt, die Atmosphäre ist echt der hammer!

  3. @monstaaas @Tina

    Erstmal danke für eure lieben Kommentare. Mehr kann ich im Moment dazu auch nicht sagen, das wäre absolut keine gute Idee. Ich bin froh dass ihr da ähnlich fühlt, auch wenn die Zeit vorbei ist, vergessen ist sie ja nie.
    Außerdem wünsche ich euch natürlich einen guten Rutsch ins neue Jahr, bleibt wie ihr seid. ♥

    Ps: Und danke Tina für den Tipp :) werde ich mir auf alle Fälle mal anschauen!

  4. Ich wünsche Dir einen guten Rutsch ins neue Jahr – auf das es so werden möge, wie Du es Dir wünscht! Aber etwas arbeiten musst Du dafür auch ;-)
    Liebe Grüße,
    Ralph

  5. @Dark Johann
    Vielen lieben Dank :) das Selbe wünsche ich dir natürlich auch, viel Gesundheit, Glück, Liebe und auf dass alle Mühen sich lohnen mögen.

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